Consumerization fordert mobile, plattformübergreifende Anwendungen

Alfresco präsentiert offene Cloud-API

02.11.12 | Redakteur: Elke Witmer-Goßner

ECM in der Cloud bietet App-Entwicklern eine unternehmensorientierte Alternative zu Dropbox, Box oder iCloud.
ECM in der Cloud bietet App-Entwicklern eine unternehmensorientierte Alternative zu Dropbox, Box oder iCloud. (Bild: iQoncept - Fotolia)

Eigene Unternehmens-Apps für iOS, Android oder die Cloud können Entwickler mit der offenen Programmierschnittstelle (API) für das Enterprise-Content-Management-System Alfresco in der Cloud erstellen.

Mithilfe der neuen Cloud-API stellt Alfresco jetzt viele Funktionen seiner Cloud-Lösung den Entwicklern mobiler und Cloud-Anwendungen zur Verfügung, die für ihre Apps auf Unternehmens-Content zugreifen. Java-Entwickler müssen sich somit nicht mehr um den Aufbau eines eigenen Content-Repositorys für ihre Apps kümmern, unabhängig davon, ob sie an Anwendungen im Unternehmen, an Cloud-Apps oder Apps für mobile Geräte arbeiten.

Die neue API basiert auf dem offenen Content-Management-Standard CMIS (Content Management Interoperability Services), der von Alfresco schon sehr früh umgesetzt wurde und im Rahmen des Apache Chemistry Projekts weiterentwickelt wird.

Alfrescos Cloud-API soll eine Alternative zu den gängigen APIs für Datenaustausch darstellen, die sich eher an den Bedürfnissen privater Anwender orientieren. Mit ihr können Anwendungsentwickler Apps zum Einsatz in Unternehmen oder persönliche Produktivitätstools erstellen – jenseits von Dropbox, Box oder iCloud. Für dieses Jahr plant Alfresco zudem Entwicklerkits (Software Development Kits) für iOS und Android, damit Programmierer die Alfresco-Funktionen leichter in eigene Applikationen für mobile Geräte integrieren können.

Erste Anwendungsbeispiele

Der erst vor kurzem angekündigte Alfresco Connector für Salesforce.com ist die erste Cloud-Integration auf Enterprise-Ebene, die die neue Cloud-API verwendet. Aber auch Entwicklerteams populärer Apps wie Moprise und PDFPen für iPad und iPhone nutzen bereits die neue Alfresco-API; ebenso Cloud-Anwendungen wie Filepicker, Otixo und Ephesoft.

Die Open Source ECM-(Enterprise-Content-Management)-Plattform von Alfresco wurde bisher mehr als drei Millionen Mal heruntergeladen und wird von Entwicklern sehr häufig bei der Erstellung von Unternehmensanwendungen eingesetzt, die auf Content fokussiert sind. Alfrescos Cloud-Programmierschnittstelle soll daher zügig erweitert werden. Das Unternehmen will hierzu auch Vorschläge aus der Community umsetzen, um den Leistungsumfang der Cloud-Content-Plattform weiter zu vergrößern.

Entwickler können unter alfresco.com/develop einen API-Schlüssel anfordern. Die Registrierung als Alfresco Developer erfolgt unter developer.alfresco.com.

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