Umfrage zu Software-Lizenzierung

Anwendungshersteller schöpfen Gewinnpotenzial nicht aus

| Autor / Redakteur: Kai Schwarz / Florian Karlstetter

Software-Monetarisierung ist das zentrale Thema des Reports „Application Producers Are Climate Change Deniers“ von Flexera Software.
Software-Monetarisierung ist das zentrale Thema des Reports „Application Producers Are Climate Change Deniers“ von Flexera Software. (Bild: Flexera Software)

Flexera Software hat einen Report zum Thema Software-Monetarisierung vorgestellt. Ein Ergebnis: Viele Anwendungshersteller verzichten auf automatische Lizenzierungs- und Berechtigungsmanagementsysteme. Die Folge: Einnahmeverluste.

Flexera Software stellt den Report „Application Producers Are Climate Change Deniers“ vor, der sich mit Software-Monetarisierung beschäftigt. Insgesamt wurden für die Studie Antworten von über 580 Softwareanbietern, Herstellern von Intelligent Devices und Anwendern ausgewertet. Das Ergebnis der Umfrage zeigt deutlich, dass viele Anwendungsentwickler auf automatisierte Lizenzierungs- und Berechtigungsmanagementsysteme und somit auf Einnahmen verzichten.

Einnahmeverluste

Viele Software-Lizenzvereinbarungen werden oft nicht korrekt eingehalten, berichten 63 Prozent der Befragten. Es kommt oft vor, dass Kunden mehr Bereiche einer Software nutzen, als ihnen vertraglich zusteht. Dadurch entstehen Anwendungsherstellern hohe Einnahmeverluste. Hier ist ein Umdenken gefordert, auch im Bereich der Lizenzmodelle.

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Wie der Report weiter ergab, verlangen Kunden neue und vor allem flexible Lizenzmodelle. Flexera Software geht beispielsweise davon aus, dass in den kommenden zwei Jahren die Zahl der unbefristeten Softwarelizenzmodelle von aktuell 26 Prozent auf dann 14 Prozent sinken wird. Eine deutliche Steigerung sieht der Anbieter von Software-Lizenzierung, Compliance, Security- und Installations-Lösungen hingegen im Bereich SaaS. Hier, so erklärt Flexera Software, wird die Zahl der Hersteller, die mehr als 50 Prozent ihres Gewinns über SaaS-Lösungen erzielen, von 14 auf 21 Prozent ansteigen.

Der Kunde bestimmt

Für Kunden von Softwareanbietern wird es immer wichtiger, ihre Softwareberechtigungen selbst zu verwalten. Ein Wunsch, dem 60 Prozent der Befragten laut Report nur schwer nachkommen können. Schwierigkeiten sehen 38 Prozent zum Beispiel bei der Paketierung und Bündelung von Features für unterschiedliche Produktversionen.

Ein Problem, das Flexera Software bei der Lizenzierung von Software-Lösungen sieht: „Die Mehrheit von Softwareherstellern setzt keine Best-in-Class Automatisierungslösung für die Softwarelizenzierung ein. Insgesamt 61 Prozent der Hersteller setzen keine Branchen führende Lizenzierungstechnologie ein, sondern vertrauen auf eigenentwickelte Systeme. 17 Prozent besitzen keine Lösung zur Lizenzierung und nur rund ein Drittel verwendet speziell dafür entwickelte kommerzielle Software.“

IoT und Cloud

Internet of Things (IoT) sehen viele Hersteller als einen wichtigen Punkt für die Zukunft. So erklärten 32 Prozent, dass sich das IoT stark auf die Kundenzufriedenheit auswirkt. Laut 16 Prozent der befragten Unternehmen wird das IoT in den nächsten ein bis zwei Jahren zudem eine wichtige Rolle für neue Geschäftsmodelle spielen. „Hersteller müssen sich anpassen, um vom Internet der Dinge zu profitieren und neue Umsatzquellen zu erschließen“, sagt Flexera Software. Bei cloudbasierten Anwendungen (38 Prozent), Virtualisierungen (29 Prozent) sowie mobilen Anwendungen (33 Prozent) haben viele Befragte noch Sicherheitsbedenken.

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