Cloud-Service fürs Internet der Dinge

Amazon macht AWS IoT allgemein verfügbar

| Autor / Redakteur: Thomas Drilling / Nico Litzel

Amazon bringt AWS IoT offiziell an den Start
Amazon bringt AWS IoT offiziell an den Start (Bild: Amazon Web Services)

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Amazon hat im Oktober vergangenen Jahres auf der „AWS re:Invent“ in Las Vegas erstmals „AWS IoT“ vorgestellt. Nach erfolgreich beendeter Beta-Phase ist der Cloud-Service für das Internet der Dinge jetzt allgemein verfügbar.

Amazon hat seinen Cloud-Service für das Internet der Dinge nach erfolgreicher Beendigung der zweimonatigen Betaphase allgemein verfügbar gemacht.

Die Plattform verwaltet Daten von vernetzten Geräten und Sensoren, damit diese untereinander oder mit Cloud-Anwendungen interagieren. Nach eigener Aussage reagiert Amazon damit auf die zunehmende Verbreitung miteinander verbundener Geräte.

Zum Start der Plattform bietet Amazon außerdem sogenannte Amazon AWS IoT-Starterkits an. Diese bestehen aus Microcontroller-Entwicklungsplatinen, -Sensoren und -Aktuatoren, dem Device SDK und einem Leitfaden.

Was ist AWS IoT?

Nutzer können mit AWS IoT Milliarden von Objekten oder Geräten „miteinander reden“ lassen. Als Anwendungsbeispiele nennt Amazon Autos, Consumer-Geräte, Home Automation, Spiele, aber auch Geräte oder Sensoren aus der Robotic, bzw. der Landwirtschaft- und der Gesundheitswirtschaft. Auch bei Energieversorgung (Öl, Gas, Strom) kann die Plattform etwa zur Steuerung von Turbinen und Sensor-Grids zum Einsatz kommen. Betreffende Unternehmen können mithilfe von AWS IoT im globalen Umgang von vernetzten Geräten stammende Daten speichern, verarbeiten und analysieren.

Laut Aussage von Amazon haben die eigenen Erfahrungen mit Amazon Robotics, Amazon Prime Air (Drohnen), Amazon Echo, Dash Button und verschiedene Generationen von Kindles entscheidend dazu beigetragen, eine Perspektive zu entwickeln, wie man den aus Sicht von Amazon künftig enorm wichtigen Markt sinnvoll bedienen kann.

AWS IoT unterstützt daher Amazon-Dienste wie AWS Lambda, Amazon API Gateway, Amazon DynamoDB, Amazon Kinesis, Amazon S3 oder Amazon Redshift und führt diese zu einer robusten IoT-Anwendung zusammen.

Wie AWS IoT aufgebaut ist

AWS IoT ist aus unterschiedlichen Komponenten aufgebaut. So ist etwa „Thing Shadows“ für das Darstellen der Infrastruktur verantwortlich. Dabei wird jedes einzelne vernetzte Device inklusive seines jeweiligen Status' getrackt. Das passiert auch dann, wenn dieses eine bestimmte Zeit keine Verbindung hat. Die Komponente „Thing Registry“ weist jedem vernetzten Geräte eine eindeutige Identität, einschließlich beschreibender Metadaten wie Attribute und Kapazitäten, zu. Die „Rules Engine“ schließlich definiert Richtlinien für die Datenströme und leitet sie an die passenden Cloud-Dienste weiter, wobei das Routing im Detail vom Inhalt individueller Meldungen und ihrem Kontext abhängt. Für die Kommunikation der Dienste untereinander kommen MQTT und HTTP 1.1 zum Einsatz.

Funktionsweise und Komponenten von AWS IoT
Funktionsweise und Komponenten von AWS IoT (Bild: Amazon Web Services)

Zugang zu AWS IoT

Sämtliche IoT-Ressourcen lassen sie wie gewohnt in der webbasierte AWS Management Console abrufen und verwalten, wobei via AWS CLI und AWS SDK auch ein programmgesteuerter Zugriff auf AWS IoT möglich ist. Für das Verbinden der Geräte, Apps und Sensoren ist das AWS IoT Device SDK zuständig. Dieses bringt außerdem weitere Funktionen mit, die gewährleisten sollen, dass das jeweilige Gerät mit dem von AWS IoT bereitgestellten Device Gateway sowie dem sogenannten Schattengerät zusammenarbeitet.

Ergänzend zur Beta-Version bietet die jetzt veröffentlichte Version Funktionen für IPv6-Support für das Device-Gateway sowie das „AWS Mobile SDK“ für iOS-Apps, während Unterstützung für Android erst in naher Zukunft folgen soll.

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