Konsolidierung unter Cloud-Anbietern

Allen Systems Group will Visionapp übernehmen

11.04.2011 | Redakteur: Regina Böckle

Jürgen Gallmann, Chief Executive Officer der Visionapp AG

Allen Systems Group (ASG) hat eine abschließende Vereinbarung zur Übernahme des Software-as-a-Service- (SaaS) und Cloud-Plattform-Anbieters Visionapp AG unterzeichnet.

Der Markt für Cloud Computing steckt erst noch in den Anfängen, da beginnt schon die Konsolidierungswelle unter den Anbietern zu rollen.

Die Allen Systems Group (ASG) ist ein weltweit aktiver Anbieter für Cloud-Orchestrierungs-Lösungen. Damit können Unternehmen Cloud-basierte Anwendungen mit bestehenden Applikationen und Datenbanken integrieren und managen. Mit der Übernahme des SaaS- und Cloud-Anbieters Visionapp will ASG sein SaaS- und Cloud-Portfolio nun erweitern.

Einzelheiten der Transaktion wurden nicht offen gelegt. Das wird vermutlich erst geschehen, wenn der Vertrag unter Dach und Fach ist.

Visionapp bietet auf Basis der Cloudfactory-Lösung unterschiedlichste Private-, Public- und Hybrid-Cloud- sowie SaaS-Lösungen an. Zum Portfolio zählen außerdem Cloud-Automatisierungs-Produkte. Das Cloudfactory-Konzept ermöglicht es Kunden und Partnern, einfach und sicher hoch skalierbare Cloud-Infrastrukturen zu erstellen und zu betreiben.

„Dies ist ein fantastisches Ergebnis sowohl für Visionapp und ASG als auch für unsere kombinierte Kunden- und Partner-Basis”, kommentiert Jürgen Gallmann, Chief Executive Officer der Visionapp AG, die bevorstehende Übernahme. „Mit ihrer globalen Präsenz, mit mehr als 65 Niederlassungen weltweit, ermöglicht uns die ASG eine globale Verbreitung der Cloudfactory und damit die Chance, diese als führende Cloud-Enablement- und SaaS-Plattform im Markt zu etablieren.“

Die Technologie der in Eschborn bei Frankfurt ansässigen Visionapp wird mittlerweile von rund 20.000 Kunden eingesetzt. Mehr als 250.000 Desktops weltweit, verteilt auf unterschiedlichste Industrien, nutzen Visionapp-Lösungen im Private-Cloud-Umfeld.

Laut einer aktuellen Studie des Marktforschungsinstituts Gartner soll der SaaS-Markt auch in diesem Jahr wieder zweistellig wachsen. Visionapp bietet hier eine „Ready-to-run“ SaaS Plattform für Kunden und eine anpassbare White-Label-Version für Partner.

„Cloudfactory ermöglicht Kunden einen einfachen Einstieg in die Cloud. Mit Visionapp, als eine unserer Top-Marken unter dem Dach der ASG Gruppe, befinden wir uns jetzt in exponierter Lage des Wettbewerbs um die Vorherrschaft bei SaaS und Cloud Computing”, erklärt Arthur Allen, Präsident und CEO von ASG.

Eingefädelt wurde der Deal von Corporate Finance Partners (CFP), der M&A-Beratungsgesellschaft von Visionapp und den Visionapp-Aktionären, unter Leitung von Julian Riedlbauer. CFP hatte erst vor Kurzem unter anderem auch die Übernahme von Redcoon durch die MSH-Gruppe angeleiert.

Die Visionapp-Module

Die Cloudfactory-Familie von Visionapp umfasst die drei Kernmodule CloudCockpit, CloudRobot und CloudShaper – und wird ergänzt um Zusatzkomponenten und Services im Umfeld des Betriebes von Cloud-Lösungen.

  • CloudShaper wird für das Back-End-Management von Cloud-Infrastrukturen eingesetzt. Damit lassen sich komplexe Cloud Infrastrukturen modellieren, konfigurieren und in Betrieb nehmen. Über ein automatisiertes Release Management wird der gesamte Life Cycle einfach und skalierbar unterstützt.
  • CloudRobot ist die zentrale Verwaltungskomponente, verantwortlich für die Bereitstellung, die Verbrauchsmessung, die Abrechnung und das Konfigurations- und Katalog-Management von Applikationen oder jeglicher anderer interner oder externer Cloud Services, deren Nutzung dann über einen intelligenten Workflow-Mechanismus miteinander verbunden werden können, um auf IT-Services intern oder über Partner zuzugreifen.
  • CloudCockpit stellt den „Webtop“ oder Web-Desktop dar, der den Online-und Offline-Zugriff über ein standardisiertes Browser-Interface auf Applikationen und Services ermöglicht. Diese Komponente erlaubt den sicheren und geschützten Zugriff auf Anwendungen und Daten innerhalb und außerhalb des Firmennetzes, unabhängig vom Zugriffs-Gerät (zum Beispiel Smartphone, Laptop oder Thin Client).

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