Künftige ECM-Lösungen fordern Umdenken der Anbieter

Acht Thesen zur Entwicklung des ECM-Marktes

13.08.2010 | Redakteur: Sarah Maier

Christoph Pliete, Vorstand von d.velop

Wie fast alles in der IT ist auch der Bereich Enterprise Content Management (ECM) dynamischen Entwicklungen unterworfen. ECM-Anbieter d.velop hat die Marktteilnehmer befragt und daraus Schlüsse zur Marktentwicklung gezogen.

„Angesichts der heutigen technischen Möglichkeiten weisen viele Unternehmen noch einen vergleichsweise geringen Digitalisierungsgrad auf“, stellt d.velop-Vorstand Christoph Pliete fest. Im Auftrag seines Unternehmens wurden rund 650 mittelständische und große Firmen zu ihrer Ausstattung bezüglich ECM befragt. Aus dem Ergebnis leitet der Vorstand acht Thesen zur Marktentwicklung ab:

1. Die Bedienung der ECM-Software wird benutzerfreundlicher. Mitunter fressen Applikationen heutzutage den Produktivitätsvorteil, den sie eigentlich schaffen, durch die komplizierte Bedienung wieder auf. Deshalb wird der Markterfolg von ECM-Anbietern zukünftig verstärkt davon abhängen, wie sie ihren bisherigen Fokus auf technische Parameter verändern und stattdessen den Benutzer stärker in den Mittelpunkt rücken.

2. Der Implementierungsaufwand wird geringer. Zu den Kernproblemen der IT in den Unternehmen gehört, dass sie sich permanent in einer Vielzahl paralleler Projekte befindet und mangels ausreichender Ressourcen wichtige Innovationen nur verzögert angehen kann. Diese Spirale der Projektüberlastung lässt sich nur durchbrechen, wenn die Aufwände für die Einführung und Pflege neuer Lösungen reduziert werden. Das schlägt sich auch bei den ECM-Lösungen nieder. Anbieter sind gefordert, entsprechende Voraussetzungen für einen aufwandsärmeren und schnelleren Einsatz zu schaffen.

3. Es steht eine Digitalisierungswelle in den Unternehmen bevor, die das Marktpotenzial für ECM-Lösungen erweitert. Grund ist die sogenannte Digital-Native-Generation, die als Mitarbeiter in die Unternehmen eintritt. Sie pflegt einen sehr umfangreichen Umgang mit digitalen Medien und hat höhere Ansprüche an die elektronische Infrastruktur.

4. Die Konsolidierung des Marktes wird an Dynamik gewinnen, weil viele ECM-/DMS-Anbieter nicht die kritische Größe erreichen. Denn es besteht eine breite und zerklüftete Anbieterlandschaft mit Software-Häusern von teilweise relativ geringer Größe und begrenztem Marktzugang. Hinzu kommt, dass angesichts der wachsenden Internationalisierungsbestrebungen auch bei den mittelständischen Kunden die Präsenz des Anbieters über die lokalen Landesgrenzen hinaus zu einem wettbewerbskritischen Aspekt wird.

Lesen Sie auf der nächsten Seite, wie sich der Markt in Bezug auf Open-Source und Microsoft entwickeln wird.

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