Mit Mobile Device Management das Sicherheitsrisiko mindern

10 Tipps für den Umgang mit mobilen Endgeräten in Unternehmen

| Redakteur: Florian Karlstetter

Mobile Device Management: Mit der richtigen Strategie lassen sich auch mobile Endgeräte wie Smartphones und Tablets im Unternehmen sicher einsetzen.
Mobile Device Management: Mit der richtigen Strategie lassen sich auch mobile Endgeräte wie Smartphones und Tablets im Unternehmen sicher einsetzen. (© patrimonio designs - Fotolia.com)

Smartphones und Tablets gehören heute ebenso zum Arbeitsalltag wie der klassische PC. Allerdings bergen mobile Arbeitsgeräte auch ein Sicherheitsrisiko, wenn diese nicht entsprechend administriert werden. Was Firmen beim Umgang mit mobilen Endgeräten beachten sollten, haben die Spezialisten von Aagon Consulting in zehn Tipps zusammengefasst.

Auf Smartphones und iPads befinden sich immer mehr, teils auch sensible Unternehmensdaten, deren Verlust von ärgerlich bis teuer werden kann. Hinzu kommen Apps, die das Unternehmensnetzwerk unter Umständen empfindlich stören können. Abhilfe schafft Mobile Device Management (MDM). Aagon Consulting nennt zehn Tipps für den richtigen Umgang:

Zunächst sollte die Frage gestellt werden, wer überhaupt ein Mobile Device Management benötigt. Eine Faustregel besagt, dass sich der Einsatz eines klassischen Clientmanagement-Systems zur Administration von Arbeitsplatz-PCs irgendwo zwischen 20 bis 50 Rechnern anfängt zu lohnen. Diese Formel gilt bei Smartphones und Tablets nicht mehr, sobald auf den Geräten vertrauliche Unternehmensdaten gespeichert sind. Denn im Gegensatz zum PC auf dem Schreibtisch sind die mobilen Geräte mit ihrem Benutzer regelmäßig unterwegs – und gehen dabei verloren, werden gestohlen oder von Dritten "ausgeliehen".

Wer im Fall eines Verlusts das betroffene Smartphone oder Tablet aus der Ferne nicht sperren oder besser löschen kann, gibt leichtfertig sensible Daten in fremde Hände – und seien es auch "nur" firmeninterne . Für mobile Geräte gilt daher, dass selbst bei nur einigen wenigen Mobilgeräten zumindest ein rudimentäres MDM vorhanden sein sollte, um im Fall des Falles entsprechend reagieren zu können.

Mythos BYOD

Bring your own device (BYOD) ist derzeit in aller Munde und wird von Softwareherstellern oft als Grund angeführt, warum Unternehmen unbedingt ein Mobile-Device-Management-System kaufen sollten. Doch ist BYOD nach Ansicht von Aagon bei näherer Betrachtung für Unternehmen nicht unbedingt die bessere Alternative. Denn die vordergründige Ersparnis bei der Beschaffung der Endgeräte (sofern diese wirklich vom Anwender selbst gekauft werden, was zumindest hierzulande eher die Ausnahme ist) wird schnell von einem viel aufwändigeren Management und vor allem von rechtlichen und administrativen Herausforderungen zunichte gemacht. Besser ist es, wenn das Unternehmen selbst die gewünschten Endgeräte beschafft und diese seinen Mitarbeitern zur Verfügung stellt – und zwar mit ganz genauen Richtlinien auch für die private Nutzung.

Gerätebereitstellung seitens des Unternehmens

Wer mobile Endgeräte administriert, wird in den allermeisten Fällen bestimmte Nutzungsbereiche einschränken. Beispielsweise könnten Unternehmen die Funktion der Kamera in sicherheitssensiblen Bereichen deaktivieren, die Installation unerwünschter Anwendungen verbieten, einen Sperrbildschirm mit Passworteingabe auf dem Smartphone verlangen oder bei Verdacht auf Diebstahl Daten auf dem Gerät löschen.

Wer dies als Unternehmen auf dem, von einem Mitarbeiter privat beschafften und bezahltem Endgerät tun möchte, wird hier sehr schnell auf Unverständnis stoßen. Kauft hingegen die Firma ihren Angestellten das neueste iPhone und erlaubt ihnen auch die private Nutzung innerhalb bestimmter Spielregeln, ruft dies wahrscheinlich vornehmlich positive Reaktion hervor und motiviert die Mitarbeiter.

Homogenität statt Gerätewildwuchs

Wenn Unternehmen selber über die Auswahl der mobilen Endgeräte entscheiden, haben sie unter anderem die Kontrolle darüber, welche Devices mit welchen Betriebssystemen zum Einsatz kommen. Auf diese Weise lässt sich eine relativ homogene mobile herstellen - mit entsprechend vereinfachter Administration.

Wer beispielsweise nur iPhones der vierten Generation mit iOS 6 verwalten muss, tut sich deutlich leichter als ein Unternehmen, das verschiedenste Geräte von HTC, Samsung, Apple und Blackberry mit unterschiedlichen Speicherkapazitäten, Bildschirmauflösungen, und mit allein 24 verschiedenen Android-Versionen seit Android 2.0, mehreren Versionen von iOS sowie diversen Varianten des Blackberry-OS unterstützen muss.

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